Im Deutschen hat der dritte Monat des Jahres unerfreulicherweise den Namen eines Kriegsgottes erhalten. Im Kroatischen und Altserbischen beschreiben die Monatsnamen für den März die klimatischen Bedingungen kurz vor Frühlingsbeginn.

“Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt”, heißt es zuversichtlich im Kinderlied. Die slawischen Namen des dritten Monats erinnern an die oft noch sehr harten Bedingungen in der Natur: suhii (der Trockene) im Altslawischen; im Altserbischen derikoža (der die Haut vom Leibe reißt). Eine Erinnerung an die harte Zeit des ausgehenden Winters bevor die ersten Pflanzen neue Nahrung bieten.
Im Kroatischen heißt der März “ožujak”. Angeblich abgeleitet von “laž” (Lüge), bezeichnet er die Unbeständigkeit des Wetters im März. Andere altkroatische Namen sind: gregurjevščak (nach Papst Gregorius I), sušec (von “suh” – trocken), protuletnjak (protu – gegen, leto – Sommer).

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